Ein Sommertörn 

Segeltörn, "Sommer", das Wort ist schon fehl am Platz!

Hier könnt Ihr mich auf dem nächsten Törn begleiten! Ende July soll es losgehen!

Hallo Leute,

mit Ende July wurde es dann doch nichts. Wir sind erst im August losgekommen und hatten von Anfang an den Wind von vorn. Als wir dann endlich das Ijsselmer hinter uns hatten und im Markermer einen schönen Halbwindkurs anlegen konnten, war auf einmal der Wind weg! Dafür brutzelten wir in der Sonne. Nach 10 Stunden waren wir dann endlich, kurz vor Amsterdam, auf unserem Ankerplatz.

Na, wo ist das?
Na, wo ist das?

Kurz vor der Schleuse Amsterdam in den Nordseekanal. Ein herrlicher Ankerplatz. Allerdings wachsen hier armdicke Algen vom Grund an die Oberfläche. Wassertiefe von 2m bis 1m alles da. Auch nette Menschen, die mit voll Speed durch die Ankerlieger fahren und sich an der verschütteten Erbsensuppe erfreuen. Allerdings hatten wir augenblicklich Ruhe, als ich mein Signalhorn betätigte und aus Versehen die (Wasser) Polizeisirene einschaltete. ;-) Computer sei Dank!

 

Ankerplatz
Ankerplatz
Durch Amsterdam
Durch Amsterdam

Am nächsten Morgen, früh los, durch Amsterdam und den Nordseekanal.

Aida am Muziek Gebouw!
Aida am Muziek Gebouw!

Amsterdam! Eine faszinierende Stadt!

In Ijmuiden durch die Schleuse, tanken und ab nach Scheveningen.

Ijmuiden - Scheveningen, ein herrlicher Segeltörn, auch wenn zum Ende hin der Wind stark nachließ. Bei herrlichem Wetter entschieden sich dann auch promt meine Mädels für einen Tag Pause. Werden die beiden bestimmt nicht wieder machen! ;-)

(Wenn ich weiter will!)

Plan: Scheveningen - Blankenberge oder London, je nach Windrichtung!

Realität: Vor Rotterdam Sturm aus Ost mit 8 Bft plus Böen die einen die Laune verhageln konnten. Wir waren ziemlich weit draussen, doch die Lotsen sahen sich  veranlasst uns besuchen zu kommen. Mein Vater hat unser Funkgerät kurz vor dem Törn leider in Rente schicken müssen. Also, da die Lotsen uns über Funk nicht erreichen konnten, kamen sie zu uns heraus und machten noch einmal persönlich darauf aufmerksam, dass der Sturm noch zunehmen wird. Ich ließ mich breitschlagen und schwenkte ab, Richtung Haringsvliet. Um diesen Kurs anlegen zu können, der Wind kam südlicher, ließ ich den Motor mitlaufen. Großer Fehler! Ein Wasserschlauch löste sich, kam in den Keilriemen und eine Motorwäsche bei 3-4m hohen Wellen war die Folge. Um eine gute Windrichtung zu bekommen, plötzlich Südwest, drehten wir dann auf die Hafeneinfahrt von Rotterdam zu. Toll wie klein unsere 15m Masthöhe unter den riesigen Frachtern wirkt. Und wie schnell die sind! In der Hafeneinfahrt erhielten wir noch einen kostenlosen Vortrag über das Einlaufverbot.  Als wir dann aber den Namen des Lotsenschnellbootes erwähnten, nahm uns der riesige Lotsenschlepper unter seine Fittiche und brachte uns bei nahezu 0 Sicht innerhalb von einer Stunde (Fahrt über Grund ca 2,5 Knoten) in den Lotsenhafen, wo er für uns einen Steg hat räumen lassen und wir gratis übernachten durften. Am nächsten Morgen reparierte ich den Schaden und mit 8 Knoten über Grund verließen wir Rotterdam Richtung Haringsvliet. Da das Wetter wieder schlimmer werden sollte haben wir uns entschieden über die Oster- bzw. Westerschelde nach Belgien zu segeln.

Aber es war ganz schön dunkel!
Aber es war ganz schön dunkel!
Bei den netten Lotsen von Rotterdam!
Bei den netten Lotsen von Rotterdam!

Bei herrlichem Wetter durchs Watt. An Land wird es immer dunkler und der erste Twister taucht auf! Man konnte den Rüssel richtig tanzen sehen. An Land sahen wir Liegestühle und das Dach eines Kiosk durch die Luft fliegen. Schnell die Segel gut verzurrt und unter Motor durchs Watt, Richtung Schleuse zur Haringsvliet.

Einfahrt Hellevoetsluis
Einfahrt Hellevoetsluis

Wir hatten ja mit einem Unwetter gerechnet, aber bis zu zur Schleuse in die Haringsvliet nur dicke, graue Wolken und in Hellevoetsluis? Ihr seht es auf dem Bild. Erst haben wir im Gemeindehafen, das sind die Boxen hinter der Brücke an Bakbord festgemacht. Als meine Tochter dann aber feststellte, dass es nur 2 Duschen und eine Toilette gab musste ich wieder ablegen und für € 3,- mehr in die Marina fahren. Was für eine Verschwendung! ;-) ! Da aber alles Tip-Top. Nach einem Spaziergang durch den Ort sind wir dann am zentralen Platz, neben der Brücke, beim Italiener hängengeblieben. Sehr lekkere Pizza gegessen. Die Pizza war sogar günstig aber wir hätten keine Anchovis darauf ordern sollen, € 7,50 extra. Dafür hat mir meine Frau den Genever danach gestrichen! ;-( !

Brücken machen mich nervös!
Brücken machen mich nervös!

Der Wetterbericht sagte einmal wieder Shit-Wetter an und wir haben uns entschlossen durch die Osterschelde bzw. Westerschelde weiter nach Belgien zu segeln. Auf der Haringsvliet wurden wir dann so richtig vom Regen aufgeweicht. Dafür vorher geduscht! Noch so eine Verschwendung! Dann zwei Schleusen Volkerak und Kramer mit Brücken, die aussahen, als wären sie viel zu niedrig, dabei hatten die über 18m. Ich brauche ja nur 15m.

Unter der Brücke in der Schleuse regnet es wenigstens nicht!

Warten vor dem Grevelingermer!
Warten vor dem Grevelingermer!

So nass wie wir waren, hatten wir wieder einmal die Nase voll und ließen uns von Bruinisse ins Grevelingermer locken. Kaum waren wir in der Schleusenzufahrt, schaut euch den Himmel an. Das Regenzeug fing regelrecht an zu dampfen!

Wir sortierten uns in der Zufahrt ein, um im Dreierpäckchen fest zu machen. Das ist dort so üblich, da die Schleusenwärter der Meinung sind, Boote müssen passgenau, wie bei einem Puzzle den Schleusenraum ausfüllen. Da lernte ich den vorbildlichsten Skipper der Welt kennen! Wir waren mit zwei weiteren Yachten auf Kurs zu einem der vielen Päckchen (also mitten im Anlegemanöver), als plötzlich, von hinten eine deutsche ca. 28ft Segelyacht, mit Vollgas zwischen den beiden anderen hindurch fuhr. Er hatte allerdings zu jeder Seite mindestens 50cm Raum. Der Skipper schrie ständig "Vorsicht, Platz da!"  Wir dachten, der hat ein technisches Problem. Aber, als er  vorne an der dritten Reihe ankam (ich war vor Ihm an der zweiten Reihe), bremste er ab, schmiss dem verdutzten Skipper der dort liegenden Yacht seine Leine zu und verkündete seiner Begleiterin lautstark, "So wird ein solches Manöver gefahren. Das ist vorschriftsmäßig!" Seit dem haben wir Deutschen ein paar niederländische Freunde mehr. Als Ihm die Freundschaftsanfragen rund um seine Plicht zuviel wurden, gesellte er sich zu seiner Begleiterin. Diese hatte schon vorher das Weite gesucht und saß, mit hochrotem Kopf, am Bug seines Bootes. Nun konnte ich wenigstens aus nächster Nähe mitbekommen, wie ein richtiger Skipper so ein Manöver vorschriftsmäßig ausführt. Diese Erklärung schmückte er ihr gegenüber nämlich wunderbar aus. Wir und die Reihen vor und hinter uns lauschten ihm gebannt.

Der Hafen von Bruinisse, toll, auch für Kinder!
Der Hafen von Bruinisse, toll, auch für Kinder!

Bruinisse im Greveligermer!

Also, wer mit Kindern unterwegs ist, sollte die Marina besuchen. Zum Essen zogen wir "de Meuw"  vor! Das erste Restaurant im Ort! Wegmäßig gesehen, wenn man links aus dem Hafen kommt, direkt hinter der Brücke auf der rechten Seite. Alles lekker! Nette Bedienung. Gemütlich, drinnen wie draußen! Preise hielten sich auch in Grenzen.

Nur, man füllt seine Kleidung besser aus als vorher! ;-)


Brouwershaven liegt gut zentral zum bunkern!
Brouwershaven liegt gut zentral zum bunkern!

Das Grevelingermer ist voller schöner kleiner Inseln. Man zahlt € 13,00 für die Woche und kann auf jeder Insel anlegen und übernachten. Stege, Müllcontainer und manchmal auch Toiletten sind vorhanden. Wir haben viele nette Leute kennengelernt.

Die kleinen Häfen liegen meist idyllisch auf Inseln, die zu kleinen Spaziergängen einladen.

Hier kann man sogar tauchen und sieht unter Wasser etwas!

Das Wetter ist mit diesem Bild ganz gut beschrieben. Im Salzwasser schwimmen, Shampoo auftragen und an Deck auf den nächsten Schauer warten. Und als zusätzlichen Service: die nächste Bö bläst dich trocken (wenn Du Dich gut fest hälst)!

Wieder heraus aus dem Grevelingermer beschlossen wir, angesichts der herrlichen Wolkenformationen und der Windvorhersage, erst einmal in der Osterschelde zu bleiben. Uns fiel ein Prospekt von Bergen op Zoom in die Hände und der war so toll aufgemacht, dass wir dahin mussten.

Hier wurden wir von einer Schleuse empfangen die erwartungsvoll für uns sofort auf ging! Das hätte uns skeptisch machen sollen!

 

Warum gedachte man hier in der Schleuse verschiedener Yachten?

Warum waren wir hier ganz alleine???



Big Brother?

Aber die Schleuse ging wieder auf!

Weiter ging´s, Bergen op Zoom und der Wassersportverein "De Schelde" wartete!

So sieht die Zufahrt zum Yachthafen aus!

Ach ja, der Hafen lag mitten in einem Industriegebiet. Die Zufahrt ist so hässlich, dass ich schon kehrt machen wollte. Zum Glück habe ich es nicht getan. Die Stadt und die Umgebung ist wirklich schön und die Freundlichkeit, der Menschen, nicht zuletzt auch die des Hafenmeisters, war toll!

W.V. De Schelde!

Mit herrlichem Wetter! Regen, Sonne, Regen, aber wie gesagt netten Menschen.

Der Hafen ist sehr günstig und Fahrräder gab es kostenlos.

Hatte ich schon erwähnt, es gab auch Regen!

und.....!

aber auch herrliche Gärten mit:

... in öffentlichen Bereichen!

sowie Poser mit Anhang!

Ja, ich muß zugeben, es gibt es in Bergen op Zoom viel zu entdecken!

Hier gibt es sichere Surf- und Kitespots mitten in der Stadt mit tollen Windverhältnissen ;-) und geringen Wassertiefen.

Nach ein paar Tagen mit viel Wind und ... ging es in einem Wetterloch nach Wemeldinge. Eigentlich wollten wir direkt weiter aber: Hier die Sicht nach dem Anlegen zum Bug,

und hier zum Heck!
und hier zum Heck!

Sehr guter Hafen. Gute Restaurants direkt am Hafen, fantastische Duschen. Wer die einen oder anderen, oder besser beides, hundert Tausender in der Tasche hat, kann dort mit Sicherheit sogar eine schöne Motoryacht finden.

 

Dann ging es weiter die Schelde hoch Richtung Kramersluis. Endlich mal eine Fahrt mit "normalem" Wind.

Aber man soll ja bekanntlich nicht den Morgen vor dem Abend loben!
Aber man soll ja bekanntlich nicht den Morgen vor dem Abend loben!

In diesen Wolken steckte mehr drin!

Zwichen der Kramer und der Volkeraksluis erwischte es uns richtig!

Wind, Hagel, Eisregen, Blitz und Donner!

 

Die Sicht war manchmal so schlecht, dass wir die, mit uns aus der Schleuse gekommenen, Schiffe nicht mehr sehen konnten. Wir dachten wohl alle, nur nicht langsamer werden. Das hätte geknallt.

Kaum waren wir durch die Volkerak Sluizen durch wurde das Wetter immer besser.

In Willemstad sah es dann schon wieder so aus.

und dann direkt am Hafen im

"Anno 1610" so.

Lekker, nettes Personal inkl. dem Chef, der ist für jeden da und hilft seinen Leuten wo er kann. Vernünftige Preise.

 

Hafen von Willemstad
Hafen von Willemstad

Sie tront immer noch über der Stadt.

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Weiter geht es über die "Staande Mastroute" zurück Richtung Amsterdam.

 

 

Ab jetzt weiß ich nicht so genau, ob ich ein Glückspilz oder ein Pechvogel bin! Warum, das werdet Ihr schon bald hier lesen! ;-)

Ist Euch auch schon einmal eine Ritterburg auf dem Wasser begegnet?

Die Burg passte sogar unter der Brücke hindurch.

Womit bewegt sich ein Ritter an Land?

Ja, das Pferd ist echt!!!
Ja, das Pferd ist echt!!!

Bei manchen Brücken zweifelt man wieder einmal an der Höhe.

Hier eine Eisenbahnbrücke.
Hier eine Eisenbahnbrücke.

Die "Staande Mastroute" führt durch unberührte Natur,

und privaten Bootsliegeplätzen vorbei. ;-)
und privaten Bootsliegeplätzen vorbei. ;-)

Es gibt Städte, Dörfer und Architektur in der man gerne wohnen würde.

Für jeden nach seinem Gusto.
Für jeden nach seinem Gusto.

Und dann kam Alphen am Rhijn!

An sich ein sehr schöner Ort!

Wenn nicht...

sich das Getriebe von der Antriebswelle trennt!
sich das Getriebe von der Antriebswelle trennt!

Das passierte mitten in der City. Um uns herum zehn andere Yachten und wir erwischen einen treibenden Balken. Jetzt sind wir ohne Antrieb. Also auch ohne Bremsen. Über 11 Tonnen rauschen mit 5 Knoten  auf die nächste Brücke zu. Die lauten "Vorsicht, wir können nicht anhalten" Rufe machten uns zwar Platz, aber den Kanalabschnitt auch nicht länger. Ein Niederländer, der sich vor uns befand war so geistesgegenwärtig Rückwärts an uns vorbei zu fahren. Sein Sohn (Teenager) warf uns eine, bei ihm am Bug belegte Leine zu, die sofort auf meiner Heckklampe belegt wurde.  Dann bremste er mich vorsichtig ab. Ich betete, dass sein Kunststoffboot der Belastung gewachsen war, aber Vater und Sohn waren ein eingespieltes Team. Ganz sanft kamen wir zum stehen. Die Yacht hieß "Opertunist". Wenn Ihr sie trefft, bitte Grüßen. Sie schleppten uns dann noch durch die, mittlerweile offene, Brücke und wir machten an dem Wartedalben der nächsten Brücke fest. Dann waren wir allein! Und das schönste war, wir waren an einen Wartesteg, der keine Verbindung zum Land hatte. An einem Freitag!

Nachdem wir dann das Teil, nach mehr als drei Stunden, ausgebaut hatten, (nennt sich Hardyscheibe) versuchten wir, über Internet und Telefon, einen Mechaniker zu finden, der es wieder zusammenbaut. Nur keiner hatte das Teil. Mittlerweile habe ich das Schlauchboot zu Wasser gelassen und einer der Mechaniker sagte mir am Telefon wo es eine Werft gibt, mit einem Laden für Ersatzteile.Das war nur eine halbe Stunde mit dem Schlauchboot und wir standen vor einem geschlossenen Tor! Aber von innen! ;-) wir hatten am Steg der Werft festgemacht und kamen praktisch durch die Hintertür. Übrigens ein "Vetus -hoofddealer"! Im Laden war tatsächlich noch jemand. "Daniel" mit zwei Punkten über dem e, heißt die Werft! Der Mann sah sich unser über 20 Jahre altes Teil an und sagte: "Die gehen doch sonst nie kaputt, muss aber ein dicker Balken gewesen sein. Aber keine Sorge, das Teil habe ich hinten liegen!" ;-) Ich hab´s erst geglaubt als ich es in der Hand hatte. Dann erklärte er mir noch ganz ausführlich, gemeinsam mit seinem Chef, der dazu kam, wie der Einbau vorzunehmen ist.

Zurück an Bord hatte meine bessere Hälfte mittlerweile gekocht und verbot mir dann im Dunkeln weiter zu basteln.

Am nächsten Morgen dann "mal eben" das neue Teil einbauen. Dazu musste aber dieser Rest der alten Scheibe ab. Fast drei Stunden. Dann wollte die Welle nicht wieder auf die alte Stelle. Alles ziehen und Hebeln nutzte nichts. Also ab ins herrliche, eiskalte Kanalwasser. Was dort alles schwamm, wollt Ihr nicht wissen. Dort fand ich auch den Balken, schön festgeklemmt zwischen Rumpf und Schraube, aber außen schon so weich und angefault, dass die Schraube heil blieb. Unter Wasser ließ sich dann die Welle relativ leicht an Ihre angestammte Position schieben. Alles in allem, waren wir am Nachmittag um vier Uhr fertig und legten schnell ab, um noch durch diese Brücke zu kommen. Hinter der Brücke gibt es nämlich eine Kneipe mit Anleger. Da es ein Samstag war, wurde die nächste Brücke sowieso schon bald geschlossen.

 

Hier gab es erst einmal was frisch gezapftes!
Hier gab es erst einmal was frisch gezapftes!

Am nächsten Morgen wurde abgelegt!           Alles Gut!            Noch!

Wir kamen ca.100m weit. Vorwärtsgang drin, Gas geben, aber der Motor bleibt im Leerlauf. Rückwärtsgang rein, Gas geben, Schraube dreht Rückwärts, keine Drehzahl höher als Leerlauf! Langsam liegen die Nerven etwas blank!

Sofort wieder angelegt, Motorraum auf und mit Staunen den sauber durchtrennten Gaszug bewundert. Hätte mich nicht darauf legen dürfen. Nun am Sonntagmorgen ist wenig Verkehr und eine alte Schnur tut es ja auch. Also meine Tochter zog am Gas, ich fuhr Richtung offener Brücke. Der Brückenwärter lässt den Gegenverkehr durch und schließt sofort, vor uns, die Brücke. Eine halbe Stunde mit dieser Behelfskonstruktion herum zu dümpeln machte mich so sauer, dass ich gerade die Polizei rufen wollte, um den Kerl aufzuwecken, als die Ampel auf grün/rot ging. Wie die Brücke sich öffnete, waren wir ganz schnell durch! Und wo machten wir fest? Bei der Werft Daniel! Am Sonntag.

Wie der Zufall es so will, war der Sohn des netten Mitarbeiters auf dem Gelände und schickte uns seinen Vater. Der hilft mir noch den Rest des alten Gaszuges zu entfernen, macht sein Lager auf und verkauft mir den, genau passenden, neuen Gaszug. Merkt Euch in Alphen am Rhijn: "Werft Daniel mit zwei Punkten auf dem e"!

Weiter durch unberührte Natur
Weiter durch unberührte Natur

Nach Gouda! Im "W.V. Gouda" fanden wir einen Platz in der hintersten Ecke. Unserem Tiefgang von 1m sei Dank.

Am nächsten Tag ging es dann "pünktlich" weiter. Zwar ließ der Brückenwärter eine Öffnung der Eisenbahnbrücke einfach ausfallen, obwohl in der Zeit keine Bahn kam, Aber eine Stunde warten, sind wir ja mittlerweile gewohnt!

Auf dem Weg nach Haarlem mußten wir uns voller Mitleid die Behausungen der Bevölkerung ansehen. Ich sag nur "gelbes Gummiboot"! ;-)

Oder so,

oder so!

Haarlem und Umgebung lohnt sich zu erkunden!
Haarlem und Umgebung lohnt sich zu erkunden!
Hausboote reihen sich hier aneinander.
Hausboote reihen sich hier aneinander.
Ob die Fässer noch voll sind?
Ob die Fässer noch voll sind?

Dann noch eine letzte Übernachtung vor dem Nordseekanal im Haarlemsche Jachtclub. Man hätte auch vor Anker gehen können, aber eine Dusche lockte uns in den Hafen. War eine gute Wahl. Nette Leute, gute sanitäre Anlagen, preiswert und ein sehr freundlicher Hafenmeister!

Auf dem Norseekanal!
Auf dem Norseekanal!
Oder daneben!
Oder daneben!
Und wieder Amsterdam. Immer eine Reise wert!
Und wieder Amsterdam. Immer eine Reise wert!

Kurz vor der Schleuse ins Markermer kam dann auch eine leichte Brise auf, so das wir endlich wieder segeln konnten.

So empfing uns die Marina Volendam!
So empfing uns die Marina Volendam!

Der Stadthafen von Volendam liegt an einer Touristenmeile die es sich anzusehen lohnt! Hier sind Besucher aus der ganzen Welt.

Was die hier wohl kaufen?

Es gibt wirklich schlechtere Plätze für einen abendlichen Drink. Nachdem die Touristenbusse wieder weg waren hatte man sogar freie Auswahl!

So präsentierte sich Volendam am nächsten Tag von See aus.
So präsentierte sich Volendam am nächsten Tag von See aus.
Wettdümpeln bei Windstärke 1!
Wettdümpeln bei Windstärke 1!
Unser nächstes Ziel Hoorn!
Unser nächstes Ziel Hoorn!
Hoorn! Hier kann man gut einkaufen!
Hoorn! Hier kann man gut einkaufen!

Nicht alle haben die Stürme der letzten Zeit glimpflich überstanden. Hier werden gerade die Reste eines, sehr teuren, fast neuen Segels aus dem Mast geschnitten.

Der Mann hing fast den ganzen Tag da oben!

Mit zwei Reffs ging es dann weiter nach Enkhuizen!
Mit zwei Reffs ging es dann weiter nach Enkhuizen!

In Enkhuizen treffen sich alle Generationen von Segelschiffen. Die Altstadt mit Ihren Restaurants und Kneipen am Stadthafen ist ein beliebter Ort für Segler.

So begann dann der letzte Abschnitt übers Ijsselmer.

Und so endete er!
Und so endete er!

Das war ein Auszug aus dem Sommertörn 2014. Die vielen kleinen und auch grossen Erlebnisse die zwischen den Fotos liegen, werde ich noch aufschreiben und, wer weiß, evtl. dann wieder hier, oder in einem Buch veröffentlichen!

 

Fair Winds und Mast und Schotbruch!

Hafentage, meine erste Nr.1!

 

Vorsicht!

Bei diesem Buch kann es passieren, dass Sie sich selber wiederfinden. Natürlich rein zufällig. Jeder der schon einmal ein Boot oder eine Yacht geführt hat weiß, dass es nichts gibt, was es nicht gibt!

Viel Spaß damit!

 

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"Schau zur Sonne

  und nicht ins

  olle Mausloch!"

  Graf Luckner

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